Bekanntmachung des
Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2010
Der Abschlussprüfer hat mit Datum
vom 21.09.2011 für den Jahresabschluss der
Kommunalbetriebe Ellerau Anstalt des öffentlichen Rechts
für das Geschäftsjahr 2010 und den Lagebericht für
dieses Geschäftsjahr als Ergebnis der durchgeführten
Pflichtprüfung den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
erteilt:
"(…) Meine
Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach meiner Beurteilung aufgrund
der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den deutschen handelsrechtlichen und
den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Kommunalunternehmens. Der
Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
des Kommunalunternehmens und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Die wirtschaftlichen Verhältnisse
des Kommunalunternehmens geben nach meiner Beurteilung
keinen Anlass zu wesentlichen Beanstandungen.
Hamburg, den 21. September 2011
Hans Musehold
Wirtschaftsprüfer"
Das Rechnungsprüfungsamt des
Kreises Segeberg hat sich dem Prüfungsergebnis mit Datum
vom 28.10.2011 angeschlossen und keine weiteren
Feststellungen getroffen.
Der Verwaltungsrat der
Kommunalbetriebe Ellerau (KBE) hat in seinen Sitzungen
am 29.06.2011 und 29.11.2011 den Jahresabschluss der KBE
zum 31.12.2010 und den Lagebericht für das
Wirtschaftsjahr 2010 festgestellt, sowie dem Vorstand
die Entlastung erteilt. Weiterhin wurde beschlossen, den
Jahresverlust 2010 in Höhe von € 169.532,70 aus den
Rücklagen zu entnehmen.
Nach § 14 Abs. 5 des
Kommunalprüfungsgesetzes, § 27 Abs. 3 der
Landesverordnung über Kommunalunternehmen und § 9 Abs. 2
der Errichtungs- und Organisationssatzung für das
Kommunalunternehmen Kommunalbetriebe Ellerau liegen der
Jahresabschluss, der Lagebericht und der
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
vom 06.12.2011 bis 14.12.2011
während der Öffnungszeiten der
Kommunalbetriebe Ellerau, Berliner Damm 2,
25479 Ellerau, öffentlich aus und können dort eingesehen
werden.
Ellerau, den 01.12.2011
Der Vorstand
Eckart Urban
|
Testat der
Landrätin |
Bericht des
Wirtschaftsprüfers |
Zur
Finanzsituation der KBE
In verschiedenen Presseberichten
war davon die Rede, dass die Biogasanlage hohe Verluste
produziert. Dem ist nicht so.
Die Biogasanlage produziert Biogas,
welches in einem angeschlossenen Block-Heizkraftwerk
(BHKW) in elektrischen Strom und in Wärme umgewandelt
wird. Die Einspeisevergütung für den aus erneuerbaren
Energien erzeugten Strom ist so hoch, dass in den
letzten 3 Jahren Überschüsse zwischen 125.000 € und
207.000 € erwirtschaftet wurden. Auch unter
Berücksichtigung der Anfangsverluste aus den beiden
ersten Jahren ist ein Gesamtgewinn von 231.000 € zu
verzeichnen.
Der Fernwärmeverkauf führt zurzeit
noch nicht zu einem ausgeglichenen Ergebnis, weil noch
Abnehmer im Baugebiet "Am Park"
fehlen, dort sind ca. 40 % der Bauflächen noch nicht
bebaut. Im Sommer wird mit der erzeugten Wärme des BHKW
das Badewasser im Freibad auf durchschnittlich 26 Grad
beheizt, sozusagen kostenlos. Allerdings ist der Betrieb
des Freibades insgesamt sehr kostenintensiv. Trotz eines
guten Besucherzuspruches sind in den letzten 4 Jahren
insgesamt Verluste von rd. 750.000 € entstanden, die die
Bilanz von KBE stark belasten. Der in der Tat
entstandene Verlustvortrag der KBE zum Ende des
Wirtschaftsjahres 2010 von rd. 790.000 € ist
hauptsächlich darauf zurückzuführen. Im Wirtschaftsjahr
2010 entstand ein bilanzieller Verlust von 170.000 €,
der sich aus einem operativen Verlust von 55.000 € und
einem bilanztechnischen Verlust von 115.000 €
zusammensetzt.
Die weiteren Sparten von KBE
(Fernwärme, Wasserversorgung, Schmutz- und
Regenwasserentsorgung, Telekommunikation, Bauhof) sind
unterschiedlich in ihren Ergebnissen, insgesamt jedoch
nahezu ausgeglichen, wie sich schon aus der obigen
Rechnung ergibt (790.000 – 750.000).
Der Verlustvortrag muss in einem
überschaubaren Zeitraum (angepeilt sind 5 Jahre)
abgetragen oder zumindest soweit verringert werden, dass
kein Risiko mehr für KBE mit dem Stammkapital von 1,0
Mio € gegeben ist. Die in der Bilanz ausgewiesenen
Rücklagen von 2,9 Mio € können nur einmalig zur Deckung
des Jahresverlustes 2010 in Höhe von 170.000 €
herangezogen werden, da die Rücklagen Sachanlagen
betreffen, die nach dem neuen
Bilanzrechts-Modernisierungsgesetz (erstmalige Anwendung
in 2010) höher bewertet wurden. Da ist ein einmaliger
Ausgleich zulässig. Der bilanzielle, saldierte
Gesamtverlust zum 31.12.2010 verringert sich damit auf
620.000 €.
Weitere Schritte:
- Zuweisung der Gemeinde zum
Verlustabbau von jährlich 80.000 € über 5 Jahre.
- Weiterer Ausbau des
Fernwärmeverkaufs im Baugebiet "Am
Park" (neuer Kindergarten und
private Bauherrn), Seniorenwohnanlage und ggf. private
Hauseigentümer, die an der Fernwärmetrasse liegen.
- Kostensenkungen in allen
Bereichen sowie Optimierungen bei der Gas- und
Stromerzeugung (Stillstandszeiten für Wartungen und
Inspektionen optimieren).
- Ausbau der
Telekommunikationssparte (Ell-tel),
deren Gewinne an KBE abzuführen sind.
Ellerau, den 08. Nov. 2011
Eckart Urban
Gründung "Ell-tel GmbH"
Die neue Tochtergesellschaft für
Telekommunikationsleistungen der Kommunalbetriebe
Ellerau (KBE).
Wie es dazu kam:
KBE hat seit der Gründung auch die Sparte
"Telekommunikationsleistungen" in Kooperation mit
wilhelm.tel (Norderstedt) betrieben. In Neubaugebieten
sind Leerrohre verlegt worden -
wilhelm.tel hat das Glasfaserkabel für den schnellen
Datentransfer geliefert und verlegt sowie die gewonnenen
Kunden angeschlossen. Im Laufe der Zeit wurden auch
einige weitere Gebiete mit Glasfaserkabel versorgt und
neue Kunden angeschlossen.
Die Bundesnetzagentur hat im
Frühjahr 2010 darauf hingewiesen, dass eine Anstalt
öffentlichen Rechts (AöR) keine
Telekommunikationsdienstleistungen anbieten bzw.
betreiben darf. Das ist laut Grundgesetz
privatwirtschaftlich organisierten Gesellschaften
vorbehalten. Es galt daher abzuwägen, diese Sparte
gänzlich aufzugeben oder eine GmbH zu gründen.
Schließlich entschied sich der Verwaltungsrat im Juni
2011 für das Letztere, die Gemeindevertretung stimmte
zu, ebenso die Kommunalaufsicht des Kreises Segeberg.
Die "Ell-tel GmbH" ist eine 100 %
ige Tochter der KBE, alleiniger Gesellschafter sind die
KBE. Die Gründung erfolgte am 01.Oktober 2011, die
Eintragung ins Handelsregister wird gerade vorbereitet.
Die Kooperation mit wilhelm.tel bleibt natürlich
bestehen.
Die jetzigen Kunden von KBE werden
über den Wechsel informiert, für sie ändert sich nur das
LOGO, und die Rechnungsstelle ist neu.
Was bietet "Ell-tel" seinen Kunden?
Telefonieren, Kabel-Fernsehen und Internet, alles aus
einer Hand zu attraktiven Konditionen. Hervorragende
Bildqualität für den Fernseher, schneller Datentransfer
mit … Mbit/sec., kostenloses Telefonieren innerhalb des
wilhelm.tel-Netzes und darüber hinaus günstige
Telefonkosten in mobile Netze und ins Festnetz.
Dort, wo bereits Glasfaserkabel
verlegt sind, ist ein Wechsel kurzfristig und sowieso
problemlos möglich. In anderen Bereichen gilt es, in
absehbarer Zeit genügend Kunden zu gewinnen (30 % und
mehr), dann wird wilhelm.tel auch dort Kabel für den
schnellen Datentransfer verlegen.
"Ell-tel GmbH" ist eine Ellerauer
Einrichtung, die zum Ziel hat, Ellerau so weit wie
irgend möglich mit dem schnellen Datentransfer zu
versorgen. Wilhelm.tel ist in diesem Zusammenhang ein
kompetenter und zuverlässiger Partner. Auch das
interessante und kostengünstige Mobil-Funk Angebot von
wilhelm.tel wird in Kürze über "Ell-tel" in Ellerau zur
Verfügung stehen.
Ellerau, den 08. Nov. 2011
Eckart Urban